Während ich verblutete, entzündete er Laternen für sie
Als ich mit einer gerissenen Eileiterschwangerschaft auf dem Boden unseres Schlafzimmers verblutete, wählte ich mit zitternden Fingern die Nummer meines Mannes.
„Cole... hilf mir... das Baby...", keuchte ich.
Doch aus dem Hörer drang nur eisige Ungeduld und das Lachen seiner Begleiterin Alycia.
„Hör auf mit der Schauspielerei", fauchte Cole. „Wenn das dein erbärmlicher Versuch ist, mich von der Gala abzuhalten, ist das eine schreckliche Strategie. Ruf nicht mehr an."
Dann legte er auf.
Ich überlebte die Notoperation nur knapp.
Als Cole am nächsten Morgen endlich im Krankenhaus auftauchte, roch er nach teurem Scotch und Alycias Parfüm.
Er fragte nicht, wie es mir ging, sondern starrte mich voller Verachtung an.
„Bist du fertig mit deinem kleinen Wutanfall?", höhnte er.
Als ich ihn bat, zu gehen, packte er mich und stieß mich so brutal in die Kissen zurück, dass meine frischen Operationsnähte rissen.
Während mein Blut die weißen Laken tränkte, zuckte er nicht einmal mit der Wimper.
Sein Handy klingelte – Alycia.
„Mach dich sauber", befahl er kalt und drehte mir den Rücken zu. „Hör auf, den Namen Compton zu blamieren."
Dann ließ er mich ein zweites Mal blutend zurück.
Vier Jahre lang hatte ich meine wahre Identität begraben, um seine perfekte, unterwürfige Ehefrau zu sein.
Ich dachte, meine Hingabe würde irgendwann seine Liebe wecken, doch für ihn war mein Leben weniger wert als ein roter Teppich mit seiner Geliebten.
Die June, die Cole Compton geliebt hatte, starb in diesem Moment endgültig.
Ich riss mir die Infusionsnadel aus dem Arm, unterschrieb die Scheidungspapiere mit meinem eigenen Blut und verließ das Krankenhaus.
Es war an der Zeit, mein verstecktes Offshore-Konto mit 128 Millionen Dollar zu entsperren.
Er dachte, ich sei ein Niemand, aber er hatte keine Ahnung, dass ich das Genie war, das sein Imperium überhaupt erst am Leben hielt.