Caius Frostweavers Bücher und Romane
Die verratene Braut: Beansprucht vom Bruder
Ich wollte meinem Verlobten Julian eine Freude machen und brachte ihm sein Lieblingsessen ins Hotel. Doch als ich die Tür zur Suite öffnete, brach meine Welt zusammen. Auf den weißen Laken lag Julian – und unter ihm stöhnte meine beste Freundin Lila in gespielter Ekstase. Ich filmte den Verrat mit zitternden Händen und floh blindlings in das oberste Stockwerk. Julian wollte mich nur wegen der Firmenanteile meiner Familie heiraten, während Lila heimlich mein Geld verprasste. In meiner Verzweiflung flüchtete ich mich mit einer alten Notfallkarte in das Penthouse, das eigentlich leer sein sollte. Doch im Dunkeln saß Grafton Faulkner, Julians verstoßener, angeblich querschnittsgelähmter Bruder. Als ich über meine eigenen Füße stolperte, passierte das Unfassbare. Er erhob sich mühelos aus seinem Rollstuhl, packte mein Kinn und drückte mich an die Wand. Er war kein Krüppel, er war ein Raubtier. Er wusste alles: von dem Verrat im Stockwerk darunter bis zu den unbezahlbaren Pflegeheimrechnungen meiner demenzkranken Mutter. Er drohte, mein Leben endgültig zu ruinieren, wenn ich ihm nicht half, die Kontrolle über die Firma zu übernehmen. Ich war umzingelt von Lügen und Verrat, hintergangen von den Menschen, die ich am meisten liebte. Aber ich weigerte mich, lautlos unterzugehen. Ich sah in Graftons dunkle, gefährliche Augen und traf die wahnsinnigste Entscheidung meines Lebens. „Hilf mir, Julian und Lila zu zerstören.“ Er lächelte kalt, reichte mir einen Ehevertrag und machte mich zu seiner Komplizin.
Die stumme Braut ist die heimliche Drahtzieherin
Ich bin die stumme, uneheliche Tochter der Schmidt-Familie, die wie ein lästiges Objekt an den skrupellosen Milliardär Barron Drake verkauft wurde. Mein Ehemann verabscheut mich zutiefst. Während er mit einer elektronischen Fußfessel auf seine Bundesanklage wartet, nennt er mich eine wandelnde Peinlichkeit und erträgt meinen Anblick nicht. Meine Stiefmutter und meine Halbschwester behandeln mich wie Dreck. Sie stehlen die letzten Erinnerungsstücke meiner toten Mutter und stellen mich auf High-Society-Galas als billige Kopie und Escort-Mädchen bloß. Als Barrons Rivale Preston Hayes auf einer Auktion das Grundstück kaufen wollte, auf dem meine Mutter begraben liegt, lachten sie mir alle ins Gesicht. Barron sah nur kalt zu und erwartete, dass ich weinend zusammenbreche. Sie alle denken, ich sei nur eine schwache, wertlose Schachfigur, die man nach Belieben demütigen und wegwerfen kann. Was sie nicht wissen: Die mysteriöse Retterin, die Barron vor drei Wochen vor einem tödlichen Anschlag bewahrte und die er seither verzweifelt sucht, bin ich. Und das anonyme Finanzgenie "The Zero", das gerade dabei ist, sein Imperium und das meiner Peiniger durch Leerverkäufe in den Ruin zu treiben, bin ebenfalls ich. Als der Auktionator zum letzten Gebot ansetzte, hob ich meine Tafel. Mit einer einzigen Textnachricht ließ ich Prestons Aktienkurs abstürzen und kaufte das Land für zehn Millionen Dollar zurück. Als Barron auf dem großen Bildschirm den Kontostand von 124 Millionen Dollar und meinen Decknamen las, gefror ihm das Blut in den Adern. „Du bist keine Beraterin“, flüsterte er fassungslos. Mein Rachefeldzug hat gerade erst begonnen.
