Hugo Schiadas Bücher und Romane
Von ihm verstoßen, von seinem Bruder beansprucht
Ich stand in meinem weißen Hochzeitskleid vor dem Spiegel und wartete voller Vorfreude auf Kade, meinen Schicksalsgefährten. Um sicherzugehen, dass er mich für meine Seele und nicht für meine Macht liebte, hatte ich meine wahre Alpha-Natur verborgen und mich als schwache Omega ausgegeben. Doch statt meines Bräutigams betrat meine beste Freundin Selena das Zimmer. Sie zeigte mir triumphierend das frische, silberne Mal eines Wolfsbisses auf ihrem Handgelenk – das Zeichen, dass Kade mich für sie verstoßen hatte, nur um sich die politische Macht ihres Vaters zu sichern. Als ich fassungslos zu seinem Arbeitszimmer rannte, hörte ich seine kalten Worte durch den Türspalt. „Sie ist nur eine Omega, eine Schwäche für unser Rudel. Wir behalten sie als Haustier hier, sie braucht sowieso meinen Schutz.“ Er hatte unsere heilige Verbindung nicht nur verraten, er plante auch, mich als lebendes Denkmal meiner eigenen Demütigung unter der Herrschaft seiner neuen Gefährtin gefangen zu halten. Ein tiefer, schneidender Schmerz durchfuhr meine Brust, als das Schicksalsband zwischen uns zerriss. Meine Liebe zu ihm, meine jahrelange Treue – alles war wertlos. Meine Tarnung, die eigentlich seine wahre Liebe beweisen sollte, war ironischerweise der Grund für meinen Untergang geworden. Aber ich brach nicht weinend zusammen. Ich stürmte in den Raum, riss ihm die Wappenkette ab und stieß als angebliche Omega die formellen Worte der Zurückweisung aus – ein Ding der absoluten Unmöglichkeit, das ihn vor Schmerz in die Knie zwang. Dann zerschlug ich eine Whiskeyflasche an seinem Kopf, verließ das Rudelhaus und warf mich noch in derselben Nacht in die Arme seines mächtigsten Feindes: seines älteren, furchteinflößenden Bruders Rowan.
Seine ungewollte Ehefrau: Das spektakuläre Comeback des Genies
Auf der Beerdigung ihres Schwagers spielte Christa die perfekte, stützende Ehefrau für ihren Mann Denny. Bis sie sich in sein Arbeitszimmer zurückzog und hörte, wie er die weinende Witwe leidenschaftlich küsste. „Sobald der Vaterschaftstest bestätigt, dass das Baby ein Sanford-Erbe ist, gehört uns alles“, flüsterte die Witwe. Denny lachte leise und nannte Christa eine „völlig harmlose“ Ehefrau, die nur gut genug sei, um im Labor schweigend Patente für die Firma zu produzieren. In den folgenden Tagen tat Christa so, als wüsste sie von nichts. Dabei fand sie heraus, dass Denny der Frau seines toten Bruders nicht nur ein Kind machte, sondern ihr auch heimlich Christas millionenschwere Technologie-Patente überschrieb. Er ließ die Witwe öffentlich als das neue Genie der Firma feiern, belog Christa eiskalt, ließ die eigene kleine Tochter weinend im Stich und behandelte seine Frau wie eine nützliche Maschine. Er dachte wirklich, Christa würde weiterhin zwölf Stunden am Tag arbeiten, während er mit seiner Schwägerin das Familienimperium an sich riss. Sieben Jahre Ehe, unermüdliche Arbeit, gemeinsame Träume – ihr gesamtes Leben basierte auf einer kalkulierten Lüge. Wie konnte er nur glauben, dass sie blind zusehen würde, wie er ihr Lebenswerk und die Zukunft ihrer Tochter stiehlt? Aber Denny hatte vergessen, dass seine Frau Wissenschaftlerin war. Christa weinte nicht, sie sammelte eiskalt Daten. Sie schickte eine Nachricht an den besten Scheidungsanwalt der Stadt und bereitete für die anstehende Vorstandssitzung eine Präsentation vor, die Dennys Kartenhaus vor aller Augen in Stücke reißen würde.
