Celeste Riverss Bücher und Romane
Vom Sohn verschmäht, wählte ich den Don
Mein Vater hatte mich an das Chicago Outfit verkauft, um seine Schulden zu begleichen. Das Brautkleid fühlte sich an wie ein Leichentuch, als ich ganz allein vor dem Altar der Holy Name Cathedral stand. Der Bräutigam, Schild Moreno, tauchte nicht auf. Stattdessen erfuhr ich durch das giftige Flüstern in den Kirchenbänken, dass der verwöhnte Mafia-Prinz mit einer billigen Kabarettsängerin durchgebrannt war. Die Demütigung war absolut. Um den Friedenspakt zu retten, zwang mich die Matriarchin der Familie, mir sofort einen Ersatz aus der Blutlinie auszusuchen. Sie stellten mir Marco, einen brutalen Schläger, und Leo, einen zitternden Feigling, zur Wahl. Die Tanten lachten mich offen aus und behandelten mich wie beschädigte Ware, die man einfach weiterreichen konnte. Wenn ich einen dieser Jungen heiratete, wäre ich für den Rest meines Lebens eine Gefangene, der ständige Sündenbock für den Verrat meines Ex-Verlobten. Die Wut verbrannte meine Angst völlig. Ich weigerte mich, die weggeworfene Braut und die Lachnummer der Unterwelt zu sein. Warum sollte ich den Kopf hängen lassen und mich ihrem Spott ausliefern, wenn der Vertrag nur besagte, dass ich einen unverheirateten Moreno-Mann heiraten musste? Ich riss mir den Schleier vom Kopf, drehte mich zur Gemeinde um und ignorierte die jämmerlichen Ersatzkandidaten. Mein Finger zeigte direkt auf den mächtigsten und furchteinflößendsten Mann im Raum – den dunklen Don Zügel Moreno, Schilds Vater. "Ich wähle ihn." Schild dachte, er hätte mich am Altar zerstört, aber er hatte mich gerade zur Königin von Chicago und zu seiner eigenen Stiefmutter gemacht.
Vom verstoßenen Liebling zur Mafia-Königin
Als ich acht Jahre alt war, zog mich Dante Moretti aus dem Feuer, das meine Familie tötete. Zehn Jahre lang war der mächtige Mafiaboss mein Beschützer und mein Gott. Dann verkündete er seine Verlobung mit einer anderen Frau, um zwei kriminelle Imperien zu vereinen. Er brachte sie nach Hause und ernannte sie zur zukünftigen Herrin der Moretti-Familie. Vor allen zwang mir seine Verlobte ein billiges Metallhalsband um den Hals und nannte mich ihr Haustier. Dante wusste, dass ich allergisch war. Er sah nur zu, seine Augen eiskalt, und befahl mir, es anzunehmen. In dieser Nacht lauschte ich durch die Wände, wie er sie in sein Bett brachte. Endlich verstand ich, dass das Versprechen, das er mir als Kind gegeben hatte, eine Lüge war. Ich war nicht seine Familie. Ich war sein Eigentum. Nach einem Jahrzehnt der Hingabe zerfiel meine Liebe zu ihm endlich zu Asche. Also verließ ich an seinem Geburtstag, dem Tag, an dem er seine neue Zukunft feierte, seinen goldenen Käfig für immer. Ein Privatjet wartete darauf, mich zu meinem wahren Vater zu bringen – seinem größten Feind.
